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Das von Mlle Lenormand inspirierte und nach ihr benannte Lenormand-Set ist von einfachen Skatkarten ebenso wie vom Tarot, geomantischen und anderen zeit-genössischen Motiven geprägt. Es bestand ursprünglich aus 54 Karten. Die heute meist verwendeten Decks umfassen 36 Karten, unter ihnen zwei Personenmotive, die die männliche oder weibliche Hauptperson, also die Fragesteller bezeichnen. Aufgrund ihrer Konstellationen in einer grossen oder mittleren Auslage geben sie Auskunft über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie karmische Aufgaben.

 

Marie-Anne Adelaïde Lenormand wurde im Jahre 1768 oder 1772 in Alençon geboren und entstammte
einer angesehenen Kaufmannsfamilie. Volljährig geworden, ging sie nach Paris. Binnen kurzem stieg sie zur Beraterin der Reichen und Mächtigen der Hauptstadt auf. Sie diente den Grössen der Französischen Revolution ebenso wie später der Gattin des
Kaisers Napoleon, Joséphine de Beauharnais. Auf Betreiben der Kirche wurde sie im Jahre 1821 in Paris vor
Gericht gestellt. Doch zu einer Verbüssung dieser Strafe kam es nicht, denn eine Appellation beim
Obersten Gerichtshof hatte Erfolg. Fortan trat sie politisch allerdings kaum mehr in Erscheinung. Aber sie
blieb bis zu ihrem Tod am 23. Juni 1843 ausserordentlich populär. Bald danach erschienen verschiedene Karten-spiele, die den Namen der berühmten "Seherin" trugen.

Die heute vielfach immer noch verwendeten Lenormandkarten sowie von ihnen inspirierte Decks wie die Kipperkarten erweisen sich
zeitweise als erschreckend aussagekräftig. Die von Madame Lenormand entwickelte französische Königsdisziplin des Kartenlegens hat bis heute nichts von ihrer "zauberhaften Magie" verloren!

 

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